…aus dunklen Tagen

Gedanken am Abend

Der Tag neigt sich zum Ende, das Abendrot erwacht,
ich sitze hier und geniesse die klare saubere Luft,
das Zwitschern der Vögel was allmählich herbei ruft die Nacht.
Schaue hoch zu den Wolken, die ziehen im leichten warmen Wind,
sehe in ihnen Bilder, wie einst als ich war noch ein Kind.
Geniesse die Freiheit die mir kostbarer denn je erscheint, sehe meine Lieben und im Gedanken an morgen hab ich um sie geweint.
Es sind die einfachen Dinge, einst nur zu selbstverständlich angesehen, die für mich nun wichtig sind und nicht aus meinen Gedanken gehen.
Das Rauschen der Bäume im Abendwind, die friedliche Stille gibt meiner Seele Ruh, träume mich in die Vergangenheit und mein schönster Gedanke darin bist Du.
Deine ehrlichen Gefühle und Worte der Liebe, deine Hand die mich hält, lassen mich erkennen was in diesem Leben wirklich zählt.
Ich wünschte das der Abend niemals zuende geht, dieses Gefühl der Freiheit und Glückseligkeit für immer bleibt und mir die Angst vor dem Morgen vertreibt.

Torsten B.

 

Kinder der Nacht

Der Tag legt sich schlafen, sanft schleichend erwacht die Nacht, es steigt auf der volle Silbermond, der über Alles wacht.
Jetzt beginnt ihre Zeit, die Zeit der Kinder der Nacht.
Wie Schatten gleiten sie dahin, lautlos und schnell, mit funkelnden Augen im Mondlicht so hell. Auf der Suche nach Befreiung von Pein, dringen ihre herzzerreissenden Rufe ins fahle Mondlicht hinein. Sie rufen die Seelen, die weit ab sind von hier, in ruheloser Suche nach Ihnen durchstreifen sie wie Schatten im Schutze der Dunkelheit ihr Revier.
Ruhelos bin auch ich, wie die Kinder der Nacht, bin auf der Suche nach Dir, um zu sagen:
es ist meine Seele, die über Dich wacht.
Meine Gedanken eilen wie Schatten zu Dir, lautlose Rufe send ich von hier, zu dir meine Liebe die von Engeln bewacht, wir sind verlorene Seelen gleich den
Kindern der Nacht.
Torsten B.

 

Kinderaugen

Ich schau in zwei Augen so klar und rein, find in ihnen den Sonnenschein.
Augen so munter die alles sehen, die Wahrheit, das Leben, die Lügen die niemals vergehen.
Sehen die Lügen unserer Zeit, sehen die Dummheit die allgegenwärtig regiert und verweilt.
Sie sehen Intrigen, die Macht der Reichen ihre Gier nach Geld, sie sehen eine heuchlerische, ungerechte, sterbende Welt.
Sie sehen das Leben wie es nicht sollte sein, sehen verarmte Menschen, weinende Mütter und Kinder die vor Hunger schreien.
Sie sehen Korruption, Kriege und Tod, sehen eine Welt von Fäulnis und Not.
Kinderaugen sehen Dinge die für Andere lang vergessen und verborgen sind, sehen die Welt wie sie wirklich ist, grausam, verlogen und gemein.
Lasst Die, die regieren und richten Kinder sein!
Torsten B.

Lone Wolf

Einsam und verlassen geht er seinen Weg, hinter sich ein Leben voller Frohsinn und besseren Tagen, voller Liebe und unsagbarem Glück, mit Wehmut im Herzen schaut er zurück. Nicht zu wissen wohin ihn das Schicksal leitet, vermisst er Die, die ihn haben in besseren Zeiten begleitet.

Die Sehnsucht nach Ihnen ist unstillbar gross, erschöpft und müde vom Leben legt er sich auf des Waldes weiches Moos. Spürt sein von Wunden gezeichnetes Herz, liebliche Gedanken verdrängt von Seelenschmerz. Mit geschlossenen Augen träumt er sich dort hin, wo er einst glücklich, wo hatte sein Leben noch Sinn.
Träumt von der Liebe mit der er einst innig vereint, träumt von den Jungen um die er jetzt weint.
Zu gern möchte er sie wieder sehen, seine Liebe ihnen zeigen um für alle Zeiten an ihrer Seite zu stehen.
Dunkel und kalt bricht auf ihn die Nacht herein, ein letztes Funkeln seiner Augen im silbernen Mondenschein, er hebt noch einmal den Kopf und schliesst seine Lieder, ein letzter Ruf so herzzerreissend dringt tief in die helle Mondnacht ein.
Ein letzter Ruf wie ein letztes Flehen, die Nacht hüllt ihn ein, seine Zeit ist gekommen.
Er muss gehen.
Torsten B.

Mein Stern

Weit ab von Denen die ich liebe, vergehen die Tage in Trübsal und Pein.
Stell mir diese eine Frage, wo ist Er, der Stern der für mich scheint?
Ich schaue hoch zum Firmament, doch kann ihn nicht finden, den Stern der für mich brennt.
Wehmut und Verlangen durchdringen meinen Geist, doch bin ich hier gefangen, lebe mit der Sehnsucht die Freiheit heisst.
Wo ist der Stern der für mich scheint, der mir bringt deine Liebe und uns wieder vereint?
Meine Augen sind müde, mein Herz ist so schwer, Angst schleicht sich ein, vielleicht seh ich meinen Stern niemals mehr.
Ein Stern der deinen Namen trägt, der hell erleuchtet weist mir den Weg, der führt mich hinfort von Qual und Pein, der nimmt mir die Angst und führt mich heim.
Heim zu Dir wo meine Gedanken sind, wo die Liebe wohnt, wo das Leben noch lohnt, dort will ich leben bis an mein End, in ewiger Liebe die keine Dunkelheit kennt.
Doch ich bin hier, verloren, von dir so fern, nur meine Gedanken sind frei und gehen auf die Reise zu dir mein Stern.
Torsten B.

 

Meine Hunde

Als Welpen zogt ihr in mein Leben ein, so ungetüm voll Lebenslust und noch so klein.
Nasen kühl und feucht, Augen so klar und rein, konnt es nicht glauben mein grösster Traum sollte Wirklichkeit sein. Wir lebten gemeinsam in Bergen und Tal, es gab wundervolle Zeiten und auch manchmal die Qual. Die Zeit mit Euch war schön wie nie. Was ihr mir gabt, ich vergess es nie, ehrliche Blicke, Loyalität die nicht jeden Menschen zugute steht, lernte ich von euch meine Lieben, hab es mir so ins Herz geschrieben. Was ich von euch bekam in der gemeinsamen wundervollen Zeit, trag ich tief im Herzen für alle Zeit.
Im Winde wie im Sturme standet ihr mir bei, egal wie es kam, ihr wart mir treu.
Unsere Liebe geboren aus Respekt und Gegenseitigkeit ist stärker als Alles in der schmerzlichen Zeit. Weit weg von euch, von ehrlicher Loyalität, sitz ich in der Dunkelheit und weiss, es ist zu spät. Vielleicht nie wieder werden wir zusammen sein, es tut so weh, reisst eine tiefe Wunde ins Herz hinein. Ich hab euch verraten ohne zu denken, sah nur meine Ziele nicht euren Verlust, hoch ist der Preis den ich zahle, ein kaputtes Herz und ewigen Frust. Verdiene es nicht euch Freund nennen zu dürfen, euer ehrliches Herz, euer Handeln und Sein, doch weiss ich genau, stünde ich vor euch, ihr würdet verzeihen.
Der Gedanke an euch bricht mir mein Herz, weil Das was ich euch angetan, ich nie wieder gut machen kann. Sollte sich doch das Schicksal noch wenden und wir sind der einst wieder vereint, dann schwör ich euch meine Lieben, niemals wieder getrennt zu sein. Ein Leben voll Freude und Glückseligkeit bis hin zum Tod, halten wir dann bereit.
Doch sitze ich hier mit dem Raben vereint, im Schatten der Nacht meine Seele zermarternd bis der Lichtstrahl erwacht. Ein Licht suchend, was mir den Weg zu euch scheint, meine Seele hat Frieden wenn wir wieder vereint.
Für die besten Freunde, die ich im Leben je hatte.
Torsten B.

 

Mio Sangue e Vita
Mein Blut und Leben

Wenn ich einmal traurig bin, schau ich zu deinem Bilde hin, sehe in deine grossen reinen und wachen Augen, sehe dich mein Sonnenschein, nun ist mein Herz nicht mehr so traurig und allein.
Dein Bild verschönt mir jeden Tag, sehe dich an weil ich dich liebe und ganz doll mag.
Ich bin gefangen doch meine Gedanken sind frei, sie fliegen zu dir mein Sonnenschein, mein Lebenselixier.
Dir gehört mein Leben und mein Herz allein, dir mein kleiner Sonnenschein.
Du bist meine Liebe, mein Blut, mein Leben möchte dir noch so viel geben, dir sagen wie sehr du mir fehlst, wie sehr ich dich brauche mein Kind, ich schrei es hinaus in die Welt, sie soll es erfahren das wir Vater und Sohn sind.
Ich liebe dich mein Sonnenschein, drum lass ich dich nie wieder allein, der Tag wird kommen an dem ich kehr zurück zu dir, um zu sagen – Papa bleibt für immer hier.
Nun sag ich zärtlich gute Nacht, träum was Süsses, ich schicke einen Engel der deinen Schlaf bewacht.
Für den besten Jungen auf der Welt, für mein Blut und Leben- meinen Sonnenschein Eric.
In ewiger Liebe, dein Papa

Torsten B.

 

Ruhelos

Es ist Nacht, ich kann nicht schlafen. Meine Gedanken schweifen durch die Strassen.
Ziehen hin zu Dir in der Dunkelheit, zu Dir heim, verweilen in Frieden als könnt ich selber es sein. Sie wollen Dir so Vieles sagen und doch quälen auch unendliche Fragen. Fragen die allgegenwärtig sind, die Antwort darauf kennt nur der Wind.
Meine Gedanken sagen, dass ich Dich liebe, hier für uns sterbe, bringen mir langsam den Tod in Finsternis und bitterer Not.  Gern möchte ich bei Dir sein, doch das Schicksal bestimmt es anders drum bin ich hier allein. Es quält diese eine Frage, wie wird es einmal sein, für immer zusammen oder auf ewig allein?

Torsten B.

 

Sommerabend

Der Tag ist vollbracht, langsam komm ich zur Ruh, die Glieder sind schwer, schliesse die Augen jetzt zu.
Sitze hier im kühlen Abendwind, kann sie spüren die klare reine Luft, höre das Zwitschern der Vögel und genisse den abendlichen Duft.
Ich träum mich hinweg in jene Zeit, als mein Leben noch jung und hielt Hoffnung bereit.
Bilder längst vergangener Tage sehe ich vor mir, die Erinnerungen tragen mich hoffnungsvoll zurück, atme tief durch und geniesse diese kleine Ewigkeit von Glück.
All die schönen Momente die ich besass, sie kehren im Geiste zu mir, niedergeschrieben vom Leben wie auf altem Papier.
So kann ich sie lesen, trage sie immer in mir und werde sie rufen, wenn mein Geist will fort von hier.
Doch nun ist es Zeit wieder hier her zu gehen, zu wissen dass, das Leben kann sein schön, zu spüren was wirklich wichtig ist und das man die Vergangenheit niemals vergisst.
Nur eines bleibt noch und das ist ein Rest, den will ich geniessen solang man mich lässt.
Ist der Vorhang gefallen, werde ich gehen und schaue zurück um die Bilder noch einmal zu sehen.
Torsten B.

 

Wolfspfad

Mystische Wesen so ehrlich und rein, streifen durch die Nacht im klaren silbernen Mondenschein.
Die Sinne geschärft wie ein magisches Schwert, wie Schatten gleiten sie durch die Nacht, verbunden im Geiste durch unsichtbare Macht.
Der volle klare Mond weist Ihnen den Weg, heulende Rufe durchdringen die Stille der mondklaren Nacht. Rufen die Ahnen aus lang vergangener Zeit, von ihnen geführt sind sie bereit.
Gemeinsam ziehen sie ihrer Welt entgegen, weitab und meidend von menschlichen Pfaden und Wegen, um zu ziehen ins Land in dem die Ahnen lebten.
Im Gedanken bin ich mit Ihnen vereint, weil für mich wie für sie die Sonne kaum scheint.
Verdammt zu Vorsicht und Rastlosigkeit, stets auf der Hut im Schutze der Dunkelheit ziehe auch ich im Gedanken wie die Wölfe durch die Nacht, zu finden den ewigen Frieden der ihre und meine Seele glücklich macht. Der uns befreit von Hass und Pein um endlich zu ziehen in den Himmel ein.
Der Wolfspfad ist der Strom unserer Zeit, steinig und schwer hält er das Schicksal bereit, zieht durch das Leben und die unendliche Zeit.
Geächtet wie Wölfe diese ruhelosen Seelen, geächtet bin auch ich, es sind die Erinnerungen und Gedanken die mich quälen.
Der Tag wird kommen und es wird sein soweit, das die Wölfe sind frei in der unendlichen Zeit.

Torsten B.

 

Wolken

Ich schaue hoch zum Himmel hin und sehe dort die Wolken ziehen, frei und schwerelos gleiten sie getrieben vom Winde dahin.
Sie ziehen vorbei, dem Leben gleich was mir gegeben, immer weiter Dem was kommen wird entgegen.
Wie wird es sein wenn ihr Weg ist zu Ende und sie sich als Tropfen auf die hungrige Erde legen, um so, wieder neues Leben zu geben?
Den Wolken gleich, zieht im Geiste an mir vorbei mein Leben, Erinnerungen werden wach von dem was war und dem was mir gegeben.
Ein langer Weg liegt hinter mir, nicht immer begleitet von Glück und doch schau ich mit Wehmut zurück.
Die Bilder fangen an zu leben, in den schönsten Farben meiner Fantasie getragen von Freude und Glück, gern ging ich den Weg noch einmal zurück.
Doch den Wolken gleich die ihre Bahn am Himmel ziehen, treibt mich das Leben weiter, Stück für Stück.
Angekommen dann, wenn der Weg ist zu Ende und meine Zeit gekommen, dreh ich mich um und schau noch einmal lächelnd zurück …
Torsten B.