Hybriden & Mischlinge

Es gibt laut Definition  Wolfshybriden und Wolfsmischlinge. Von Hybriden spricht man bei einer Kreuzung von zwei Spezies, die nicht der gleichen Art angehören z.B. im Pflanzenbereich oder Pferd/Esel Verpaarung ( Maultier), und nicht fortpflanzungsfähig sind. Darum ist im biologischen Sinne der Ausdruck Wolfshybride falsch, denn Hund und Wolf gehören der gleichen Art an, zur Familie der Caniden, ( Canis Lupus.)
Der zoologische Begriff HYBRIDE bei Hunden und Wölfen hat sich allgemein läufig dennoch durchgesetzt. Er steht verallgemeinert für Bastard, „hybridize“ – kreuzen. Es wird zwischen WOLFS-HYBRIDEN und WOLFSMISCHLINGEN: 
Wolfs-Hybride:  = zweite oder noch weiter entfernte Kreuzung zwischen zwei Wolfshybriden oder einem Wolfshybriden und  Haushund.
Wolf-Hund-Mischling: = Kreuzung der ersten Generation reiner Wolf und Haushund oder einem Wolfshybriden.

Leider werden immer wieder Wolfshybriden angeboten mit unterschiedlichen Prozentangaben über deren Zustandekommen man nur spekulieren oder raten kann. Da Keiner sagen kann welche Gene sich durch setzen, also fortgepflanzt werden. Allein die erste Generation ( F1) kann mit 50% bestimmt werden, danach geht die Natur ihre eigenen Wege und man kann sagen das Tiere mit unterschiedlich verteilten Genen fallen, was schlussfolgernd auch einen unterschiedlichen Wolfsblutanteil bedeutet. So mit kann man von statistischen Werten aus gehen, die keinerlei Aufschluss über einen genauen Prozentsatz geben. Um das zu erreichen würde es einen Gentest erfordern. So ist auch zu erklären das Tiere aus einem Wurf sehr unterschiedlich im Aussehen und Verhalten sein können. Meist wird das Verhalten erst im Alter von zwei bis drei Jahren „durch kommen“ vor her kann man Verhaltensmuster erkennen die dem von domestizierten Hunden sehr nahe sind.
Immer häufiger werden Tiere angeboten, deren Herkunft und Ahnen nicht bekannt sind (meist sind es Tiere wo überhaupt kein Wolf eingekreuzt worden ist oder nur sehr wenig Wolfsblutanteil vorhanden ist), aber genau diese Tiere werden als unproblematisch und liebenswert dar gestellt, weil ihre Erzeuger so auf abenteuerliche Weise Geld am belogenen Interessenten verdienen wollen. Bitterer Beigeschmack ist, das interessierten Menschen erzählt wird, das Hybriden und Wolfsmischlinge so mit die besseren Haushunde seien. Es gibt Menschen, die gern einen Wolf ihr Eigen nennen möchten. Das sind dann die Menschen, denen eine der anerkannten Wolfhunderassen nicht aus reicht, weil ihnen der statistische Anteil an Wolfsblut zu niedrig ist. Somit orientieren sie sich in die verschiedensten Richtungen um an einen so genannten „hochprozentigen Hybriden“ zu kommen. Meist kommen diese Tiere aus den USA. Hier werden dann dem Interessenten Märchen von anerkannten Wolfshunden aus dem USA erzählt, bei denen man die Ahnen angeblich lückenlos nach weißen kann. Sicher ist das in einzelnen Fällen auch möglich, da es auch in den USA seriöse und verantwortungsbewusste Züchter von Wolfsmixen gibt. Jedoch haben diese Züchter wenig Interesse den deutschen oder europäischen Markt mit ihren Tieren zu überschwämmen. Andere hingegen, deklarieren ihre Tiere mit abenteuerlichsten Rassenamen, so das sie professionell und legal klingen.
Diese Leute arbeiten verstärkt mit „Hundehändlern“ aus Europa zusammen und sorgen so für einen Gewinn bringenden Absatz ihrer Tiere. Dem Interessenten verspricht man Ahnennachweiße die angeblich von anerkannten Institutionen erstellt worden sind.
Das halten wir für Irreführung, da ein Wolfdog nun mal ein Wolfdog ist und es keine offiziellen Institutionen/Verbände gibt in denen die einzelnen Tiere registriert und nach Rassen geteilt sind.  
Fraglich sind auch gesundheitliche Auswertungen wie z.B. HD oder PRA, hier wird den Leuten glaubend gemacht das die Tiere frei sein von evt. Krankheiten. Da es sich bei solchen Tieren auch um Caniden handelt, können die selben Krankheiten zum Tragen kommen die wir von anderen Hunderassen schon kennen. Und erst recht wenn der Mensch seine Finger im Spiel hat. Von daher ist es Blödsinn und einfach nur falsch solch eine Aussage zu treffen.
Sehr oft wird sich auf das Argument der Generationen berufen, ab der vierten Generation (F4) der Hund deklariert wird, was ja so nicht falsch ist , aber bei einem Tier ohne verbindlichen Nachweis kann nun mal Keiner (außer der Züchter selber) sagen welche Generation das Tier ist.
Die Haltung und die Zucht von Hybriden und Wolfsmischlingen ist genehmigungspflichtig. Wölfe und ihre Nachkommen (also auch Hybriden und Mischlinge) stehen unter Artenschutz (Washingtoner Artenschutzübereinkommen) für ihre Haltung benötigt man eine so genannte CITES- Bescheinigung.
Gemäß § 10 Abs. 2 BArtSchV ist das Halten dieser Kreuzungen gegenüber der zuständigen Landesbehörde anzuzeigen. Es genügt, wenn ein Elternteil nach Anhang 2 des WA geschützt ist. Nach deutschem Recht handelt es sich hierbei um besonders geschützte Tiere im Sinne des § 20e BNatSchG.
Dabei kommt es nicht auf den Anteil Wolf einer Wolf-Hund-Kreuzung an, da jeder Hybride ein geschütztes Exemplar darstellt. Laut Bundesamt für Naturschutz und nach Auffassung der wissenschaftlichen Behörde des Übereinkommens ist die Hybridenform bei abnehmendem Wolfsanteil auch als nicht domestiziert anzusehen, da Domestikation durch einen genetischen Verlust von Wildtiermerkmalen gekennzeichnet ist, der einst über Hunderte Generationen hinweg erreicht wurde. Dementsprechend sind vom Gesetzgeber strenge Richtlinien erlassen worden.
Es gibt anerkannte Wolfshunderassen (wie z.B. Tschechoslowakischer Wolfshund, Saarloos Wolfshund) die man mit Hybriden und Wolfsmischlingen nicht vergleichen kann und sollte. Durch jahrelange nachweisliche und kontrollierte Zucht, wurden über Generationen diese Rassen von der FCI und den Behörden der jeweiligen Länder als „Hunderasse“ anerkannt. Und es gibt nicht anerkannte Wolfshunde die ebenfalls über die Jahre von verantwortungsbewussten Züchtern (z.B. in den USA) selektiert worden sind genau so wie es aber auch Wolfshunde gibt, bei denen man sich keine Gedanken über Selektion machte und nur den materiellen Aspekt sieht.
Leider gibt es verantwortungslose Menschen, die gerade diese Tiere da zu nutzen um sie mit anerkannten Wolfhunderassen zu kreuzen. Sie versuchen so ihre illegale Vorgehensweise über eine anerkannte Rasse zu legalisieren und sorgen dafür, das Mischlinge die den äußeren Anschein eines Tschechoslowakischen oder Saarloos Wolfshund haben in die Reinzucht fließen können. 
Ihre Begründung ist meist die, das man bei Wolfshunden keine kontrollierte und Reinzucht betreiben sollte, da dies in ihren Augen keinen Sinn macht, in gewisser Weise ist es auch so, da eine Reinzucht, wenn nicht bedacht und selektiv betrieben auch das Ende einer Rasse bedeuten kann.
Aber unabhängig davon, macht es wiederum keinen Sinn für solche Zuchten auf eine anerkannte Rasse zu greifen, um so Tiere zu „produzieren“, die den Anforderungen und spezifischen Merkmalen der anerkannten Rassen nicht gerecht werden. Man provoziert so ein Mischen von Tieren mit unterschiedlichen Wesens und Charaktereigenschaften und bewegt sich züchterisch rückwärts, da das Aussehen nicht der alleinige Grund für eine Zucht sein sollte. Bei der kontrollierten Zucht hingegen, werden die Tiere u.a. auch auf Gesundheit untersucht, es gibt rechtlich beglaubigte Ahnennachweise, sodass man weiß welche Tiere die Vorfahren sind. Mit einem Wolfshund ( z. B. aus den USA ) ist der Nachweis nicht immer gegeben und was noch schlimmer ist, man vermischt Tiere in eine bestehende Rasse die in dieser keine Berechtigung hat. Die „Produzenten“ solcher Tiere geben vor, etwas Gutes für die Hunde und deren Fortbestand tun zu wollen, letztlich aber tragen sie gewollt oder ungewollt da zu bei eine existierende anerkannte Rasse zu schwächen, oder gar komplett zu verändern. Wer solche nichtanerkannte Mischlinge mit Tieren einer bestehenden anerkannten Rasse verpaart und sich dann auch noch beglaubigte Ahnenennachweise über eine anerkannte Wolfhunderasse verschafft, handelt nicht nur verantwortungslos, sondern auch betrügerisch. Somit schadet  man den Wolfshunden allgemein, weil man sich illegal „beglaubigter Dokumente“ bedient und zu feige ist zu Dem was man tut zu stehen. Von den Lügen und Verharmlosungen die etwaigen Interessenten oftmals erzählt werden ganz ab gesehen. Oftmals werden auch Argumente gebracht die sich gegen eine kontrollierte Reinzucht richten, wie z.B. das Ahnennachweise (Papiere) nicht erforderlich sein, da man Hunde verkauft und keine teueren Papiere. Nun, auf den ersten Blick klingt solch ein Argument nobel und man bekommt den Eindruck das man wirklich für die Tiere da ist. Dieses Argument, ist zu mindest ehrlicher als sich mit Papieren zu schmücken, die man sich illegal ergaunert hat. Hier stellt sich auch die Frage, warum man für seine Tiere Papiere von einer Rasse benötigt die man eigentlich nicht haben will. Ich habe kein Problem damit, wenn Jemand denkt hochprozentigere Tiere züchten zu müssen, solange er auch offen dazu steht, das was er tut verantwortet und nicht die bestehenden anerkannten Wolfhunderassen dazu missbraucht. Natürlich sind solche Mischlinge oft teuerer als die Tiere mit richtigem Ahnennachweisen. Dies wird dann wiederum damit begründ, dass es sich um die besseren Hunde handelt. Es soll so gar Vertreter dieser Zunft geben, die bezeichnen ihre Mischlinge als die „Krönung“ der Wolfshunde. Auch habe ich schon solche Argumente gehört, das die so genannten amerikanischen Wolfshunde einfach und unkompliziert zu halten wären, da sie so gut wie keinen Bewegungs- und Beschäftigungsdrang haben. Welch ein honorenter Blödsinn, allein wenn man sich vor Augen hält welche Einzugsgebiete ein Wolfsrudel beansprucht. Offensichtlich vergessen diese Leute, dass sie es mit intelligenten Säugetieren zu tun haben die gerade wegen ihrer Intelligenz sehr schnell unterfordert und nicht aus gelastet sind. Von Einigen (ich bezeichne diese Leute rein weg als Spinner und Egoisten), wird sehr oft das Argument des Arbeitshundes an geführt, den man in der heutigen Zeit nicht mehr braucht. Dabei bezieht man „Arbeitshund“ auf Schutzhundesport.
Das ist sehr engstirnig und zeugt von wenig Kenntnis von dem was man Interessenten versucht glaubend zu machen. Fakt ist, wenn ich ein Tier halte, hat es natürliche Bedürfnisse die ich ihm auch gestatten muss und sollte, da es aber in unserer Gesellschaft nicht möglich ist den Tieren freien Lauf zu lassen, sollte man ihre natürlichen Bedürfnisse und Veranlagungen in solche Bahnen lenken die „gesellschaftsfähig“ sind und der Art des Tieres gerecht werden. Das ist nicht allein der Schutzhundesport sondern es gibt eine Vielzahl von „Arbeiten“ die der Hund machen kann und der Halter so mit seine nat. Anlagen fördern kann…
Aber, man sollte nie vergessen, das man die natürlichen Anlagen eines solchen Tieres nie zu 100% aus lasten und fördern kann… es wäre vermessen besser als die Natur sein zu wollen.
Für mich sind Menschen die Hybriden halten und dann solch einen Schwachsinn über Haltung und Wesen von sich geben einfach bedauernswerte Geschöpfe einer noch bedauernswerteren Welt. Da die meisten sich als Experten aufspielen, sollten sie es eigentlich besser wissen.
Ich finde es sehr schade, das man hier nicht weiter denkt als bis zur eigenen Nasenspitze. Für mich gehören Wölfe in Freiheit und nicht in die Hände von egozentrischen Fanatikern. Allein wenn man bedenkt was man den Tieren damit an tut, nur um sein Ego zu befriedigen, das finde ich abartig und sinnlos und hat mit Tierschutz oder Tierliebe nicht viel zu tun.
Ich werde die Welt nicht ändern können, es wird immer irgend welche Menschen geben, die in ihrer unendlichen Arroganz nicht verstehen wie die Uhren der Natur ticken, und wenn es schon so ist wie es ist, sollten sich aber genau diese Menschen überlegen, wie so es Hunderassen mit angelegtem Zuchtziel gibt und ob es notwendig ist die bestehenden Rassen mit ihrem egoistischen Denken und Handeln zu verseuchen.